Bewegende Zeiten für die Sonnen: Starke Sonneneruption meets Finsternis
Die Sonne wurde heute teilweise vom Mond verdeckt. Vom Westen Deutschlands aus gesehen trat das Tagesgestirn gegen 11:17 Uhr in den Kernschatten der Erde ein und wurde um 12:09 Uhr zu gut 20 % verfinstert. Es handelte sich also um eine partielle Sonnenfinsternis, die von Grönland aus betrachtet immerhin mehr als 80 % der Sonne bedeckte. Die Sonne kümmerte das Ereignis freilich wenig.
Starker X-Flare durch Sonneneruption
Anders sieht es da mit dem massiven Loch aus, das sich vor wenigen Tagen in der Korona der Sonne auftat. Es wird als das zweitgrößte Sonnenloch des aktuellen Zyklus beschrieben und dürfte größer als eine halbe Million Kilometer sein. Vor wenigen Tagen war dieses Sonnenloch direkt auf die Erde gerichtet, doch zum Glück gab es nur einen mittelstarken Sonnensturm, der Nordlichter erzeugte, die auch in Norddeutschland sichtbar waren.
Gestern kam es dann zu einer besonders starken Sonneneruption, einem Flare der höchsten Kategorie X. Sonnenbeobachter sprechen von einer gewaltigen Protuberanz, die weit in den Weltraum hinaus schoss. Zum Glück manifestierte sich dieser Sonnensturm im Nordostsektor der Sonne und war von der Erde weggerichtet, denn ansonsten könnten wir nicht nur atemberaubende Polarlichter bewundern, sondern müssten uns ernsthaft um unsere Satellitenkommunikation, Navigation und evtl. sogar um unsere Stromversorgung sorgen. So bedingte der Sonnensturm nur eine regional begrenzte Störung des Funkverkehrs.
Dank der Sonnenrotation wird die Gruppe großer Sonnenflecken, von denen die Sonneneruptionen ausgehen, in einigen Tagen wieder in Richtung Erde zeigen. Sollte es dann zu vergleichbaren Eruptionen kommen, könnte es auf der Erde zu den oben beschriebenen unerwünschten Effekten kommen.
Gefährliche Elektrifizierung
Der Ausfall elektrifizierter Infrastruktur hätte auf unsere Gesellschaft katastrophale Folgen. Ohne Strom geht praktisch nichts mehr. Wissenschaftler warnten jüngst, dass im Zuge der Elektrifizierung des Straßenverkehrs und dem damit einhergehenden Rückbau des Tankstellennetzes weiteres Ungemach droht, sollte es zu einem großangelegten Stromausfall kommen. Denn dann hätten auch Einsatzfahrzeuge das Problem, nicht mehr tanken zu können. Zudem stellt sich generell die Frage, wie z. B. Kriegsgerät auf Strom betrieben werden soll. Es gibt eine Menge ungelöster Fragen beim Umbau unserer Gesellschaft. Dass es künftig nicht zu Katastrophen und Kriegen kommen wird ist eine Utopie. Besser man bereitet sich auf Worst-Case-Szenarien vor und träumt nicht von einer heilen Welt, so wie man es in Deutschland offenbar in den letzten 20 Jahren tat.